„Du sollst fröhlich sein und dich freuen über alles Gute, das der HERR, dein Gott, dir und deiner Familie gegeben hat.“ (Deuteronomium 26,11)
Freude auf Befehl?? – „Du sollst fröhlich sein …“ Das klingt zunächst ungewöhnlich. Freude lässt sich doch nicht anordnen. Und trotzdem, genau das steht hier.
Im 5. Buch Mose blickt das Volk Israel zurück: auf Befreiung, auf Wüstenzeiten, auf Durststrecken – und auf Gottes Treue. Mitten in der Erinnerung an schwere Zeiten steht dieser Satz wie ein Ausrufezeichen: Vergiss nicht, dich zu freuen!
Freude ist Erinnerung
Der Zusammenhang macht deutlich: Wer vergisst, was Gott getan hat, verliert die Freude. Wer sich erinnert, entdeckt neu das Gute.
Auch wir als CVJM leben aus Erinnerung:
- an Gottes Zusagen,
- an erlebte Gemeinschaft,
- an Gruppenerlebnisse, Gespräche, Gebete,
- an junge Menschen, die im Glauben Schritte wagen.
Wo kann ich heute bewusst fröhlich sein – nicht weil alles leicht ist,
sondern weil Gott Gutes schenkt?
Wer sich erinnert, wird dankbar.
Wer dankbar wird, findet Grund zur Freude.
Und wer sich freut, bezeugt Vertrauen.
Vielleicht ist der Februar eine gute Gelegenheit, bewusst innezuhalten und zu fragen:
Wo habe ich Gottes Güte in letzter Zeit erlebt?
Freude ist Entscheidung
Der Monatsspruch sagt nicht: „Wenn alles gut läuft, dann freue dich.“
Er sagt: „Freue dich über das Gute.“
Das verändert den Blick. Nicht alles ist leicht. Nicht alles gelingt. Aber es gibt Gutes – und es kommt von Gott. Freude heißt nicht, Probleme zu verdrängen. Freude heißt, Gottes Handschrift im Alltag zu entdecken.
Freude ist gemeinschaftlich,sie gilt „… dir und deiner Familie …“ Freude ist nie nur privat. Im biblischen Kontext gehören auch Fremde und Bedürftige dazu. Freude will geteilt werden.
Gerade das prägt den CVJM: Gemeinschaft leben. Glauben teilen. Hoffnung weitergeben. Wo junge und ältere Menschen zusammenkommen, wo miteinander gelacht, gebetet und gearbeitet wird, wird dieser Vers lebendig.
Vielleicht ist das der Auftrag für uns:
Eine fröhliche, dankbare Gemeinschaft sein – sichtbar, einladend, ansteckend.
Anregungen und Umsetzungen aus diesem Bibelvers
- Wofür kann ich Gott heute konkret danken?
- Wem kann ich etwas von dem Guten weitergeben, das ich empfangen habe?
- Wie kann unsere Gemeinschaft ein Ort echter, tragender Freude sein?
Denn am Ende ist Freude mehr als ein Gefühl. Sie ist Ausdruck des Vertrauens:
Gott ist gut – und er sorgt.
Mit diesem Vertrauen dürfen wir durch den Februar gehen. Fröhlich. Dankbar. Gemeinsam.



