Wenn es um das Besondere am „Miteinander“ geht, ist für die jüngste Zielgruppe des Sonntagstreffs die Antwort sonnenklar: Tolle 30 Minuten Programm nur für sie, unten im kleinen Saal des Vereinshauses. Ein Team aus mehreren Mitarbeiterinnen sorgt dafür, dass dieser Teil der Veranstaltung verlässlich an jedem vierten Sonntag im Monat stattfinden kann. Zu den Mitarbeiterinnen gehören Steffi Bleckert, Doris Otterbach, Jessica Kiorra, Esther Kottsieper, Elli Dieckmann, Silke Eisenbraun, Svenja und Uli Wenzel. Das Team koordiniert Tina Krenzer, die viele auch von ihrer Arbeit im Familienzentrum Rüggeberg kennen.
Bernd Otterbach betont stets, wie wichtig das Erreichen und Einbinden der Familien ist. „Oft sind es gerade die Kinder, die drängeln, zum Miteinander zu gehen. Und Gespräche mit jungen Familien haben damals den Impuls gegeben, diese Gruppe überhaupt zu gründen.“ Tatsächlich ist es jedes Mal leicht an den fröhlichen Gesichtern der Kinder abzulesen, wie viel Spaß sie an ihrem Programm haben. Da fragt man sich natürlich, Tina Krenzer, was macht ihr in dem Parallelprogramm, wenn oben im Saal der Impuls stattfindet oder gesungen wird?
Tina: Wir haben kein starres Konzept. Da darf sich jeder, der das Programm vorbereitet, ganz frei fühlen. Manchmal gibt es zu Beginn ein Lied, ein anderes Mal geht es direkt los. Im Mittelpunkt steht aber jedes Mal eine Geschichte für die Kinder. Im Anschluss gibt es in der Regel eine Bastel- und Malaktion oder ein Spiel.
Nun haben Kinder bekanntlich durchaus einen sehr eigenen Kopf, was ihre Begeisterung für ein Thema angeht. Wie schafft ihr es, die Gruppe zu motivieren?
Tina: Tatsächlich müssen die Kinder gar nicht groß motiviert werden. Die meisten setzen sich schon automatisch in die kleine Sitzecke und sind gespannt, welche Geschichte zu hören ist. Beim Basteln oder Malen ist es manchmal etwas schwieriger, je nach Altersspanne, für alle gleichermaßen etwas Passendes zu finden. Aber auch hier war ich schon oft überrascht, dass auch die Größeren Lust haben, eine Erinnerung an die Geschichte zu gestalten und mit nach Hause zu nehmen.
Gibt es so etwas wie eine Lieblingsbeschäftigung, die immer wieder besonders gut ankommt?
Tina: Die gibt es tatsächlich. Zwischen Geschichte und Kreativteil hat sich schon lange unser „Snack“ eingebürgert. Es gibt Kekse und Äpfel. Das darf nicht fehlen. Sonst gäbe es wahrscheinlich Protest.
Was ist der schönste oder lustigste Moment aus dem Kinderprogramm?
Tina: Da kann ich natürlich nur für mich sprechen. Mir ist ein Morgen eindrücklich in Erinnerung geblieben: Ich hatte ein Programm vorbereitet, bei dem ich mich selbst schon sehr drauf gefreut und richtig Lust hatte, dies mit den Kindern zu erleben. An dem Sonntag waren dann aber nur vier Kinder da, wovon zwei meine eigenen waren. Da war ich anfangs etwas enttäuscht und hatte eine Sekunde lang überlegt, ob es sich überhaupt lohnt.
Und was soll ich sagen: Es hat sich so etwas von gelohnt! An dem Tag habe ich keine biblische Geschichte erzählt. Ich hatte ein Buch dabei, in dem es um die Einmaligkeit jedes einzelnen Menschen geht. Ich konnte förmlich spüren, wie die Kinder mit der Hauptfigur der Geschichte mitgefühlt haben. Ich hatte die ungeteilte Aufmerksamkeit der Kinder und es war für mich ein unglaublich bewegender Moment. – Ich bin so froh, dass ich an dem Tag das Programm machen durfte und dabei so reich beschenkt wurde.
Und wo warst du eher verzweifelt, was klappte gar nicht?
Tina: Das etwas gar nicht klappt, gibt es eigentlich nicht. Wir hatten vor einiger Zeit zum ersten Mal den Fall, dass die Mitarbeiterin, die das Kinderprogramm übernehmen wollte und vorbereitet hatte, ganz kurzfristig erkrankt ist. Sie hat ihrem Mann alles mitgegeben und mich noch kurz telefonisch instruiert. Doris und ich haben dann das Programm spontan übernommen, und es war richtig gut.
Jeden Monat aufs Neue jemanden zu finden, der das Kinderprogramm übernimmt, ist für mich als Koordinatorin manchmal schwierig. Die eingangs genannten Namen hören sich vielleicht erst einmal nach einem großen Team an. Unser Ziel ist es jedoch, dass im besten Fall jede Mitarbeiterin nur einmal pro Jahr das Programm übernimmt. Damit auch wir so oft wie möglich oben bei den Erwachsenen sitzen und zuhören können. Deshalb wäre es total schön, wenn sich die oder der eine oder andere vorstellen könnte, uns zu unterstützen. Bitte sprecht mich einfach an.
Manchmal singen wir zum Abschluss den „Irish Blessing“ mit der Liedzeile „Let your life in this world be a happy one.“ Was wünscht du den kleinen Menschen für diese und die kommende Zeit beim Größerwerden?
Tina: Ich selbst habe tolle Erinnerungen an meine Kindheit, sowohl an den Kindergottesdienst als auch an den CVJM. Unseren kleinen Besuchern wünsche ich genau das Gleiche.
Wenn sie, so erlebe ich es oft, glücklich nach Hause gehen, hoffe ich, dass sie den Sonntagstreff mit etwas Positivem verbinden, mit Gemeinschaft, tollen Geschichten und dem Wunsch nach Wiederholung,




