Christlicher Verein Junger Menschen (CVJM) Rüggeberg e.V.

Impuls Dezember

Grafik Impuls Dezember

Eine kleine Quizfrage zu Beginn: In welchem dieser vier Wörter ist ein kleiner Teil der biblischen Weihnachtsgeschichte versteckt: Dunkelheit, Finsternis, Schwärze oder Dämmerung?

Die Antwort: In „Finsternis“, denn darin enthalten ist der Stern.

Der Stern von Bethlehem, der in der ersten wirklichen Weihnacht aufging und strahlte; der den Weisen aus dem Morgenland den Weg zur Krippe wies; der mitten in der Dunkelheit der Welt wie ein Licht Gottes aufstrahlte.

Nun ist das Wort „Stern“ in dem Wort „Finsternis“ ziemlich gut versteckt. Es fällt zunächst einmal gar nicht auf. Man sieht dieses Wort erst, wenn man genau hinschaut. Aber trotzdem ist es da.

Das hat das Wort mit dem wirklichen Stern von Bethlehem gemeinsam. Der Stern hat zwar geleuchtet, aber er wurde durchaus nicht von aller Welt und allen Menschen gesehen. Nur drei Leute machten sich damals auf – und die auch noch aus fernen Ländern. Die Finsternis der Welt damals wurde durch den Stern nicht vertrieben. Oder doch?!

Der Stern zeigte an, was sich vor 2000 Jahren verändert hat. Jesus ist geboren, Gott kommt in die Welt, wir Menschen sind nicht mehr allein. In Jesus ist Gott bei uns und hat uns versprochen bei uns zu bleiben allezeit „bis ans Ende der Welt“. 

Und trotzdem hat man manchmal den Eindruck, als würde die Finsternis siegen. In der Weltpolitik, in Palästina, der Ukraine, im Sudan und vielen Plätzen mehr, und auch im eigenen Leben. Manchmal hat man auch ganz persönlich für sich selbst den Eindruck, mitten in der Dunkelheit zu stehen. Da ist es nicht hell, nicht fröhlich, nicht leicht. Auch nicht in der Weihnachtszeit. Der Stern, das Licht, die Nähe Gottes scheint sich zu verstecken. Ich sehe es nicht und scheinbar bleibt es dunkel.

Und doch ist es da. Das Licht Gottes und seine Nähe. Der Stern von Bethlehem wurde nicht von allen gesehen, aber die, die hingeschauten, haben das Kind in der Krippe gesehen. Die Nähe Gottes wird nicht von allen wahrgenommen. Aber wer sie sucht, der wird sie finden. In Jesus ist Gott zu uns gekommen. Nicht nur einmal vor vielen Jahren in Bethlehem, sondern jeden Tag neu. Wann immer wir Gott suchen, wird er sich finden lassen. Er ist nur ein Gebet entfernt. Denn nach wie vor gilt, was Jesus uns zugesichert hat: „Ich bin bei euch alle Tage, bis an das Ende der Welt!“ Das ist der Stern Gottes, der in jeder Finsternis, auch in unserer ganz persönlichen Dunkelheit, aufleuchtet. 

Ralf Otterbach

Foto Ralf Otterbach

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