Für diese Veranstaltung müssen wir einen Blick zurück werfen: Mitte der achtziger Jahre erlebte die populäre christliche Musikwelt eine begeisternde Aufbrauchstimmung. Überall traten Liedermacher und Bands aus den Gemeindekellern heraus ins Rampenlicht, Namen wie Arno & Andreas, theophiles, Cae Gauntt, Dieter Falk, Christian Löer, Hans-Jürgen Hufeisen, Trinitatis, Damaris Joy, Semaja und viele andere wurden sehr schnell bundesweit bekannt. Eine intakte und agile Medien- und Verlagslandschaft half dabei, dass es bald eine richtige „Szene“ gab.
Der Clou: Mit diesen deutlich christlich geprägten Songs konnte man auch in säkularen Kreisen auftreten, auf Straßenfesten, in Clubs, in Teestuben und auf Festivals. Und man konnte dort Menschen ansprechen, die sonst nie einen Schritt in eine Kirche gesetzt hätten. Es war eine agile Jugendszene, und die Hoffnung war: Christsein ist wieder ein relevantes Thema geworden, über das man mit Gleichaltrigen reden kann – ohne gleich als ewig gestrig abgestempelt zu werden. Zwei Musiker, die damals jährlich mit rund 60 Konzerten unterwegs waren, sind in diesem „Miteinander“ nach über 40 Jahren wieder bei uns im Vereinshaus zu Gast: Die Brüder Frank & Peter Hübner.
Die Hübners waren schon 1984 oder 1985 zu einem Konzert im Vereinshaus, damals mit Ede Otto an den Tasten und mit einem Bassisten. Das war eine Zeit, in der wir bis zu sechs Konzerte im Jahr im Vereinshaus veranstaltet haben. Das am besten besuchte Konzert war ein Abend mit Manfred Siebald mit 230 Besuchern, das musikalisch und technisch anspruchsvollste wohl die Lüdenscheider Band „Eden“. Viele andere Gruppen wie Pieces, Augenblicke, Semaja, Trinitatis, Heaven Bound, Cheerful Message, Eternity oder theophiles spielten damals in den Jahren vor der ersten Christmas Rock Night im Vereinshaus. Zeiten, in denen es uns wichtig war zu sagen: Kommt rein, unsere Türen stehen offen.
2025 endeten die beruflichen Laufbahnen der beiden Hübners, und sie fanden wieder Lust und Zeit daran, ihre alten Lieder neu zu spielen. Wir trafen sie in Wuppertal, und schnell war der Gedanke geboren: Habt ihr zwei vielleicht Lust, ein paar Lieder im „Miteinander“ zu singen? Sie hatten. Und so werden wir einige ihrer bekanntesten Lieder wie „Unterwegs heim“ (in einer 2026er Version), „Zug Richtung Freiheit“, „Befreite Hände“ oder „Ohne dich mein Gott“ neu hören und gerne mitsingen können. Voller Tatendrang digitalisieren Frank und Peter gerade die Aufnahmen ihrer beiden Alben bei Pila und wollen sie in Kürze auf den bekannten Streaming Plattformen erstmals veröffentlichen. Und damals wie heute hält einer der beiden die Gitarre anders herum, weil er Linkshänder ist, und so bilden die beiden Gitarrenhälse optisch ein „V“.
Wie in den alten Zeiten bringen die beiden zwei weitere Musiker mit: den Schlagzeuger Matthias Bannert sowie Reinhard Stöckmann am Bass, der die „Music Academy Essen“ leitet, eine renommierte Musikschule für Rock und Jazz.
Natürlich gibt es auch in diesem Miteinander nicht nur Musik, sondern auch einen Impuls: Bernd Otterbach hat sich ein großes Thema herausgesucht. In der Bergpredigt (Matthäus 5,13-16) bezeichnet Jesus seine Jünger als „Salz der Erde“ und „Licht der Welt“. Zwei große Metaphern, zwei starke Bilder. Können wir diesem Anspruch gerecht werden?
Wie immer dürfen sich unsere jüngsten Besucher auf ein Kinderprogramm freuen und wir hoffen auf angeregte Gespräche bei Snacks und Getränken vor und nach dem Programm.
Ein Gespräch mit Frank & Peter Hübner findet ihr hier.



