Christlicher Verein Junger Menschen (CVJM) Rüggeberg e.V.

Medien: Welchen CVJM wollen und werden wir der nächsten Generation übergeben?

Zukunft braucht Mut zur Veränderung. Zukunftsperspektive heißt nicht, Bestehendes nur ein wenig zu optimieren. Wirkliche Erneuerung entsteht dort, wo wir bereit sind, Qualitätssprünge zu wagen. In der Innovationsforschung spricht man von »schöpferischer Zerstörung«: Neues entsteht nicht ohne Abschied vom Alten. Auch der CVJM ist aus einem solchen Aufbruch hervorgegangen. Seine Entstehung war kein behutsames Weiterentwickeln bestehender kirchlicher Formen, sondern ein mutiger Schritt in neue Organisations- und Beteiligungsformen. Diese schöpferische Kraft braucht es auch heute. Dabei geht es weniger um Machbarkeit als um Haltung: Sind wir offen genug für das Neue? Haben wir den Mut, Besitzstände zu hinterfragen? Sind wir bereit zur Exnovation – zum bewussten Beenden dessen, was seinen Dienst getan hat?

Exnovation ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Reife. Sie folgt einem geistlichen Grundmuster: Loslassen, damit Neues wachsen kann. Sterben und Werden, Abschied und Aufbruch gehören zusammen – auch in Strukturen, Arbeitsformen und Selbstbildern. Ein gemeinsamer Auftrag: Der CVJM in Deutschland wird seine Zukunft nur gemeinsam gestalten können. Nicht gegeneinander, nicht nebeneinander, sondern im WIR. Identität und Zukunftsperspektive sind dabei keine Gegensätze, sondern zwei Seiten derselben Verantwortung. Die Frage bleibt – und sie richtet sich an uns alle: Welchen CVJM wollen und werden wir der nächsten Generation übergeben?

(Auszug aus: Hansjörg Kopp, Generalsekretär CVJM Deutschland, CVJM Magazin 02/2026, S. 7)

»Es gibt darum zwei gefährliche Verirrungen, welche den CVJM seine Bestimmung verfehlen lassen können: Die erste, dass er seine Seele verliert, dass er aufhört, Ekklesia zu sein. Die zweite: dass er seine Eigenart verliert, und eine Einrichtung einer der Kirchen wird, eine »kirchliche« Jugendgruppe mit Bibelstudium als Hauptzweck. Die erste ist eine falsche Wendung nach außen, die andere eine falsche Wendung nach innen.  Im ersten Fall hört der CVJM auf, christlich zu sein,  im zweiten hörte er auf, CVJM zu sein.« (Emil Brunner, Theologe)

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